Unser erstes Projekt im Januar 2026 führt uns nach Paje an der Ostküste von Sansibar – zu einer Familie, deren Lebensumstände uns tief bewegt haben.
Die Familie war ursprünglich vom tansanischen Festland nach Sansibar gekommen, in der Hoffnung, hier Arbeit zu finden und sich eine Existenz aufzubauen. Damals lebten vier Kinder mit ihren Eltern zusammen. Als die Mutter mit dem fünften Kind schwanger wurde, bestritt der Vater die Vaterschaft – und verschwand. Von einem Tag auf den anderen. Die Mutter starb, als das jüngste Kind gerade zwei Jahre alt war.
Seitdem lebt die Großmutter mit fünf Enkelkindern im Alter von 4 bis 9 Jahren im Busch nahe Paje. Die beiden jüngsten Kinder sind Jungen. Die Familie wohnt in einer einfachen Wellblechhütte, ohne Strom und ohne fließendes Wasser. Durch die abgelegene Lage sind die Wege sehr weit – so weit, dass die Kinder aktuell nicht zur Schule gehen können. Auch Arbeitsmöglichkeiten sind unter diesen Bedingungen kaum erreichbar.
Über einen Spendenaufruf wurden wir auf die Situation der Familie aufmerksam. Dank der Unterstützung unserer Spender:innen konnten wir die Familie in ihrer grundlegenden Selbstversorgung entlasten.
Anfang des Jahres wurden die Spenden direkt vor Ort übergeben. Dazu gehörten:
Betten und Matratzen
- Kleidung für die Kinder
- Lebensmittelvorräte
- Wasservorräte und Unterstützung bei der Wasserversorgung
- Küchenutensilien für den Alltag
Diese Hilfe bedeutete für die Familie vor allem eines:
- erst einmal Stabilität.
- erst einmal Entlastung.
- erst einmal Luft zum Atmen.
Das folgende Video und die beiden Bilder geben einen leisen Einblick – in den Alltag der Familie, in die Begegnungen vor Ort und in den Moment der Übergabe der Spenden. Momente, die uns still gemacht haben. Dankbar. Demütig. Gleichzeitig ist uns bewusst: Diese Unterstützung ist ein Anfang, aber keine langfristige Lösung.
In den kommenden Wochen werden wir Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort führen, um zu prüfen, wie wir die Familie nachhaltig und längerfristig begleiten können. Eine der größten Herausforderungen ist die abgelegene Wohnsituation im Busch. Lange Wege verhindern aktuell Schulbildung für die Kinder und erschweren jede Form von Arbeit. Auch eine mögliche Umsiedlung der Familie wird deshalb Teil dieser Gespräche sein.
Wir bleiben an der aktuellen Entwicklung der Familie dran, schmieden gemeinsam mit unseren Partner:innen vor Ort erste Pläne und gehen diesen Weg Schritt für Schritt – mit Respekt, Verantwortung und Weitblick.
Wenn du dich uns anschließen und diese Familie auf ihrem weiteren Weg unterstützen möchtest, freuen wir uns über weitere Spenden. Jede Unterstützung hilft uns dabei, nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern langfristige Perspektiven zu ermöglichen.
Danke an alle, die diesen Weg mit uns gehen. 🤍
Von Herzen
Bianca & Paul – Founder
Euer Team von Dein Stern für Afrika e. V.




